Herbert Feuerstein: Schön ist bei mir eigentlich gar nichts

Köln – Herbert Feuerstein, Journalist und Kabarettist, hat ein Buch über sein Leben geschrieben, genauer über „Die neun Leben des Herrn F.“. Auf die Frage, was das schönste in diesen Leben war, sagte der 77-Jährige in einem Interview mit der „Welt“: „Schön ist bei mir eigentlich gar nichts. Aber ich würde sagen, die beste Zeit war die bei `MAD`. Ich habe 1973 ganz klein angefangen mit einer Auflage von 10.000, am Ende waren wir bei 400.000.“

Eines seiner Erfolgsrezepte, das humorvolle „Sich-selbst-Schlechtmachen“, entstammt offenbar einer philosophischen Einsicht: „Wissen Sie, diese Art von Humor entstammt der Gewissheit, dass man ein Nichts ist in diesem Universum. Dass ich keine Chance habe, in dieser Milliarden von Jahren alten Welt auch nur den geringsten Eindruck zu hinterlassen. Wir sind da für einen Wimpernschlag, dann sind wir weg. Das ist nicht nur schrecklich, darin liegt auch ein Trost.“ Feuersteins Buch „Die neun Leben des Herrn F.“ ist beim Ullstein Verlag erschienen.

Über dts Nachrichtenagentur

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