"Hells Angels"-Rocker gesteht Mord im Berliner Wettbüro per Brief

Berlin – Nach einem Bericht von „Bild“ (Freitag) hat der mutmaßliche Schütze des sogenannten Wettbüro-Mordes in einem achtseitigen, handschriftlichen Brief an die Staatsanwaltschaft die Tötung des Wettkunden Tahir Ö. (26) gestanden. Die Tat hatte sich am 10. Januar im Berliner Stadtteil Reinickendorf ereignet und bundesweit Schlagzeilen gemacht, da im Zuge der Ermittlungen ein Mitglied der „Hells Angels“ ausgestiegen war und seitdem als Kronzeuge aussagt. In dem Schreiben räumt der in Untersuchungshaft sitzende Tatverdächtigen Recep O. (25) laut „Bild“ ein, die tödlichen Schüsse abgegeben zu haben.

Er habe so lange geschossen, bis seine Waffe leer gewesen. Danach sei er in Panik geflüchtet und habe die Waffe weg geworfen. Während die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage von einem geplanten Mord der Rockerbande ausgeht und zehn Personen angeklagt hat, bestreitet der Schütze dies in seinem Brief. Es hätte für die Tat keinen Auftrag gegeben. Hells Angels-Boss Kadir P. und die anderen Mittäter sollen somit durch seine Erklärung entlastet werden. Laut des „Bild“-Berichts haben Ermittler an dieser Version jedoch starke Zweifel.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige