Hawangen – Etwa 650 Liter Gülle liefen von einer Biogasanlage in den Krebsbach

Gärbecken von Schutzwall umzogen

Gärbecken von Schutzwall umzogen

Am Sonntag, 11.03.2018, kam es bei Hawangen, Lkrs. Unterallgäu, auf dem Betriebsgelände einer Biogasanlage zu einem Zwischenfall, bei dem circa 650 Liter Gülle ins Erdreich versickerten und ein Teil davon in den angrenzenden Krebsbach geflossen war. Die Meldung über eine vorsätzliche Einleitung in den Krebsbach war falsch, es handelte sich um eine Betriebsstörung. Betreiber, Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt konnten die ausgetretene Menge anhand von elektronischen Aufzeichnungen aus der Anlage errechnen und gehen nun von ca. 650 LiternIMG_7476 aus. Die Ursache für das Austreten wurde umgehend behoben.

IMG_7474Zahlreichen Medienberichten war zu entnehmen, dass dies nicht die erste Betriebsstörung an der Anlage war. Bereits im Oktober 2017 löste sich beim Umpumpen aus einem Tankfahrzeug der Schlauch und Jauche floss über den Betriebshof, ebenfalls in den Krebsbach. Der verantwortliche Fahrer hatte sich damals kurz von der Umfüllstation entfernt. Während dieses Zeitraums löste sich die Schlauchverbindung. Umgehend wurden damals vom Betreiber Maßnahmen eingeleitet, um eine Ausbreitung der Gülle zu verhindern, wobei nichtsdestotrotz der Krebsbach verunreinigt wurde und Fische starben.

Seit diesem Vorfall wurden auf dem Betriebsgelände zahlreiche Sicherheitsvorschriften und –einrichtungen durch den Betreiber ergänzt und erweitert, wodurch zukünftig die Umwelt um die Anlage geschützt werden soll.

Mit der Biogasanlage werden rund 45 Haushalte, die Festhallte, Schule und Kindergarten in Hawangen mit Warmwasser beheizt. Dadurch werden in Hawangen rund 250.-300.000 Liter Heizöl eingespart. Auch ein Industriebetrieb erhält ebenfalls die Energie aus der Anlage und verzichtet so auf rund 150.000 Liter Heizöl.