Haseloff kritisiert Bayerns Haltung bei Umsetzung der Energiewende

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Berlin – Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Haltung der bayerischen Landesregierung bei der Umsetzung der Energiewende kritisiert. Vor dem Hintergrund der bayerischen Weigerung, zwei Stromtrassen für die Weiterleitung von Elektrizität aus dem Norden Deutschlands zu bauen, sagte Haseloff der F.A.Z. (Freitagsausgabe): „Alles andere als zwei Stromtrassen vom Norden in den Süden wäre fachlich falsch“. Sollten die Trassen nicht gebaut werden, habe das für Sachsen-Anhalt und andere Erzeugerländer von Windstrom „erhebliche finanzielle Auswirkungen“, weil der dort produzierte Strom ohne Abnehmer im Süden teurer würde.

„Ein solcher Preissprung wäre nur schwer verkraftbar“, sagte Haseloff der F.A.Z. Mit Blick auf die bayerische Landesregierung rief Haseloff „alle Beteiligten“ auf, „das Thema nicht zu instrumentalisieren“. Von der Energiewende hänge „die gesamte Volkswirtschaft“ ab. Haseloff mahnte auch, sich an die gemeinsamen Beschlüsse der Länder zu halten. Die ganze Energiewende und die Konsequenzen auch für den Trassenbau seien im Bundesrat mit „16 zu null Stimmen“ beschlossen worden. Sollte die Debatte so weitergehen wie bisher, werde die Energiewende sehr teuer. „Wir entfernen uns so immer mehr von einer marktwirtschaftlichen Lösung“, sagte Haseloff der Zeitung.

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