Haniel-Chef will 1,5 Milliarden Euro investieren

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Duisburg – Die Duisburger Familien-Holding Haniel will in den nächsten Jahren rund 1,5 Milliarden Euro investieren. „Ich möchte in diesem Jahr wenigstens eine Akquisition unter Dach und Fach bringen“, erklärte Haniel-Chef Stephan Gemkow im Interview mit der „Welt“. Die Geldpolitik der EZB erschwere jedoch den Erwerb von Unternehmen.

„Derzeit drückt die Europäische Zentralbank jede Menge billiges Geld in den Markt“, sagte Gemkow. „Das viele Geld trifft allerdings nicht auf ein großes Angebot an attraktiven Firmen.“ Die Ursache liege darin, dass die Verkäufer Schwierigkeiten hätten, die ihnen zufließenden Mittel rentabel anzulegen. Auf der anderen Seite werde Haniel von Familienunternehmen angesprochen, die bei Nachfolgefragen eine langfristige Lösung suchten. Insgesamt will das mehr als 250 Jahre alte Unternehmen fünf bis sechs Firmen aus unterschiedlichen Branchen in Europa und Nordamerika kaufen, kündigte Gemkow in der „Welt“ an. Dabei denke er an Unternehmen mit Umsätzen zwischen 100 Millionen und rund einer Milliarde Euro. „Wir werden nicht alle Eier in einen Korb legen, sondern Risiken gut ausbalancieren“, sagte der Vorstandschef. Ziel sei es, jährlich mindestens 45 Millionen Euro Rendite aus den Unternehmen zu erwirtschaften. Gemkow schloss Investments bei Herstellern von Waffen, Tabak und Alkohol aus. „Manche Sektoren vertragen sich nicht mit unseren Grundwerten“, erklärte er.

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