Gutenzell – Brandschutzübung am Kindergarten

Lkrs. Biberach/Gutenzell | 17.03.2012 | 12-0608

Feuerwehr Gutenzell Kindergarten Brandschutzubung 17032012

Die Brandschutzerziehung ist mittlerweile fester Bestandteil in jedem Kindergarten. In den letzten Tagen stand das Thema „Feuerwehr 112“ bei den Kindern im Katholischen Kindergarten Gutenzell auf dem Programm. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren Gutenzell und Hürbel wurden die Kinder mit der Arbeit der Feuerwehr, deren Ausrüstung und das Verhalten bei Bränden, vertraut gemacht. Die Kinder haben nun keine Angst mehr vor den Frauen und Männer, die unter schwerem Atemschutz im Brandfall zur Hilfe eilen. Der Höhepunkt der Brandschutzerziehung war neben dem Besuch der Feuerwehr Gutenzell, die Feuerwehrübung am Samstag, 17.03.2012, im Kindergarten.

Mit einer Nebelmaschine wurde das Treppenhaus im Neubau des Kindergartens eingeraucht. Die Kinder befanden sich während der Übung in ihren Gruppen. Eine Gruppe war im Erdgeschoss, diese konnten über die ebenerdige Terrasse evakuiert werden, eine weitere Gruppe im Keller und im ersten Stock, der komplett verraucht war. Die Kinder aus dem Kellerbereich konnten problemlos über Fenster nach draußen ins Freie gelangen. Problematischer war die Übungssituation für die Gruppe im ersten Stock. Eine Räumung über das Treppenhaus war nicht möglich. Einsatzkräfte drangen unter schwerem Atemschutz über das Treppenhaus in den Aufenthaltsraum der Kinder vor. Von Außen wurde mit Hilfe von Steckleitern die Evakuierung des Raumes vorgenommen. Für die Kinder war dieser Vormittag ein Erlebnis, dass sie wohl so schnell nicht vergessen werden. Die Übung wurde sehr authentisch vollzogen und das konnte man auch in so manchem Kindergesicht erkennen.

Im Ernstfall würden neben der örtlichen Feuerwehr weitere umliegend Kräfte aus dem 6 km entfernten Ochsenhausen und anderer Wehren herangezogen. Auch käme die Drehleiter der Feuerwehr Ochsenhausen zum Einsatz.

Feuerwehr Gutenzell Kindergarten Brandschutzubung 17032012215

Für die örtliche Feuerwehr ist der Einsatz an Schulen und Kindergärten immer eine akute Stresssituation. Man darf nicht vergessen, dass die Kinder der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute und Sanitätern oft gerade in diesem Alter stecken, wo sie solche Einrichtungen besuchen.

Die Übung hat dem Kindergartenbetreiber, den Erzieherinnen und den Einsatzkräften auf gezeigt, dass die Alarmplanung funktioniert, aber es dennoch Punkte gibt, die man noch optimieren kann.

Anzeige