Gutachten: Niederländisches Fracking birgt unbekannte Risiken für Grundwasser

Berlin – Die von den Niederländern geplante Gasförderung entlang der deutschen Grenze birgt nach Ansicht von Gutachtern und Bergbauexperten bislang nicht bekannte Risiken für das Grundwasser. Es bestehe die Gefahr, dass die beim Fracking auf niederländischer Seite eingesetzten Chemikalien von Pumpen auf deutscher Seite „hochgesogen“ würden und „das Grundwasser kontaminieren“, sagte der Bergbau-Sachverständige Peter Immekus dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen erwägt dem Nachrichtenmagazin zufolge deshalb, notfalls sogar juristisch gegen die Niederlande vorzugehen.

Die beauftragten Juristen im NRW-Justizministerium verweisen dazu auf das Völkerrecht. Danach dürfen Staaten Ressourcen nur ausbeuten, wenn sie „anderen keinen Schaden zufügen“. Man erwarte, dass die „niederländische Regierung das geltende Recht beachten wird“.

Über dts Nachrichtenagentur

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