Grünen-Politiker: Unternehmen für Daten-Lecks haftbar machen

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Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Grünen-Vorstand und Netz-Politiker Malte Spitz fordert strengere Datenschutzregeln. „Der zuletzt bekannt gewordene Hacker-Angriff auf die US-Bank JP Morgan, bei dem Diebe 80 Millionen Kontodaten erbeuteten, zeigt erneut, dass die Wirtschaft zu wenig tut, um die Daten ihrer Kunden konsequent zu schützen“, sagte Spitz dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Ich fordere eine pauschale Entschädigung für Kunden, wenn Unternehmen durch Diebstahl, Fahrlässigkeit oder Missbrauch Kundendaten verlieren, eine Versicherungspflicht könnte diese Risiken absichern.“

Spitz äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung seines Buches „Was macht Ihr mit meinen Daten?“. In dem Buch, aus dem das „Handelsblatt“ Auszüge exklusiv vorab veröffentlicht, schildert Spitz, wie er versuchte, über ihn im Netz verfügbare Daten wieder aus der Welt zu schaffen. Sein Fazit: „Jeder Mensch sollte selbst entscheiden können, ob und wie seine Daten gespeichert, verarbeitet und weitergegeben werden. Wir brauchen die geplante EU-Datenschutzgrundverordnung, damit jeder Bürger sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung auch zukünftig wahrnehmen kann.“

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