Grünen-Politiker: Bundesregierung sollte auf Athen zugehen

Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, im Streit um griechische Forderungen nach Reparationszahlungen für erlittene Schäden im Zweiten Weltkrieg auf die Regierung in Athen zuzugehen. „Niemand sollte unterschätzen, wie wichtig Signale aus Deutschland nach Griechenland sind, dass man um diesen Teil der gemeinsamen Geschichte weiß und sich nicht aus der Verantwortung stiehlt“, erklärten der europapolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Manuel Sarrazin, und der Grünen-Chefhaushälter Sven-Christian Kindler, im „Handelsblatt“ (Onlineausgabe). „Wünschenswert wäre, dass beide Seiten versuchen, einvernehmlich zu einer rechtlichen und moralischen Verständigung zu kommen, die als starkes Signal der deutsch-griechischen Freundschaft zu verstehen wäre“, sagten Sarrazin und Kindler weiter.

„Wer Interesse an einer Klärung hat, sollte aber vermeiden, diese Debatte in einen direkten Zusammenhang zu den finanziellen Fragen Griechenlands in der Schuldenkrise zu stellen.“ Die griechische Seite dürfe zudem nicht vergessen, dass Deutschland in den letzten 60 Jahren Verantwortung für das Projekt Europa übernommen und eine enge freundschaftliche Beziehung zu Griechenland entwickelt habe.

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