Grüne lehnen weitere Gespräche über sichere Herkunftsländer ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Simone Peter hat weitere Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Einstufung der Maghreb-Staaten Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer abgelehnt. „Es gibt keine Bereitschaft für einen Deal“, sagte Peter der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag). Man habe häufiger mit der Bundesregierung beraten, wie man die Situation der Asylsuchenden verbessern könne, so die Grünen-Politikerin weiter.

„Oft hat das eher zu Verschärfungen als zu Verbesserungen geführt, oder Verabredungen wurden nicht eingehalten“, erklärte Peter. Zudem lasse sich nicht einfach wegwischen, „dass die drei Länder nicht sicher sind“. Darüber hinaus sei es „ein Ammenmärchen, dass Asylanträge von Menschen aus als sicher eingestuften Herkunftsstaaten mit der gleichen Qualität geprüft werden“. Sie gehe deshalb davon aus, „dass nach der Bundestagsfraktion die Länder am Freitag im Bundesrat nicht zustimmen werden“, so Peter.

Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur