Großalarm im Isnyer Felderhaldetunnel – Motorbrand eines Omnibusses

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Am Donnerstag Abend, 06.11.2014, gegen 20.30 Uhr, kam es im Felderhaldetunnel zu einem Notfall. Ein Reisebus fuhr von Richtung Lindau kommend in Richtung Kempten. Als er sich im Tunnel befand ging plötzlich der Motor aus. Gleichzeitig bemerkte der Busfahrer eine starke Rauchentwicklung im Bereich des Motors.

Fast gleichzeitig löste die Brandmeldeanlage (BMA) des Felderhaldetunnels aus. Aufgrund der unklaren Lage zu Beginn, wurde Großalarm ausgelöst. Die Feuerwehr Isny fuhr mit ihrem Tanklöschfahrzeug, das speziell für den Tunneleinsatz umgebaut wurde, unter Atemschutz in den Tunnel. Am Bus angekommen war nur noch eine leichte Rauchentwicklung festzustellen, sodass mit der Evakuierung der Fahrgäste begonnen werden konnte. Sie wurden an das Portal Schweinebach gebracht , vom DRK erfasst und betreut. Weitere Autos befanden sich nicht mehr im Tunnel.

Die Einsatzkräfte stellten den Brandschutz sicher und setzte die Wärmebildkamera ein um nach möglichen Glutnester zu suchen. Die Rauchentwicklung kam aus dem Bereich des Motors. Anschließend wurde der Bus nach weiteren Fahrgästen durchsucht. Die Feuerwehr Maierhöfen lief den Tunnel ab um nach Personen zu suchen. Um die Fahrbahn wieder freigeben zu können, wurde der Bus nach Rücksprache mit der Polizei, mithilfe des Rüstwagen auf einen nahegelegenen Parkplatz abgeschleppt.

Währenddessen wurden die Fahrgäste, die sichtlich unter Schock standen, mit Feuerwehrfahrzeugen in das DRK Heim am Angelehof gebracht und mit Tee versorgt, bis ein Ersatzbus aus der Region organisiert werden konnte. Über 40 Personen mussten betreut werden.

Einsatzleiter Markus Güttinger zeigte sich sehr erleichtert,“ zum Glück wurde niemand verletzt. Wir sind hier knapp an einer Katastrophe vorbei geschrammt. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn der Bus wirklich gebrannt hätte“.

Die Führungsgruppe der Feuerwehr Isny zeigte sich verantwortlich für die Sicherstellung der Kommunikation und der Dokumentation des Einsatzgeschehens.

Während der Einsatzmaßnahmen war die B12 im Bereich des Tunnels vollständig gesperrt. Die Brandursache und die Höhe des Sachschadens sind Gegenstand der Ermittlung der Polizei, die mit zwei Streifen vor Ort war.

Neben der Feuerwehr Isny waren die Feuerwehren aus Maierhöfen, Grünenbach und Rötenbach im Einsatz. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrkräfte vor Ort. Das DRK aus Isny und Leutkirch, unter Einsatzleiter Matthias Zähringer, war mit 20 Einsatzkräften vor Ort. Martin Held, stellvertretender DRK Kreisbereitschaftsleiter machte sich ebenso wie Notarzt Prof. Dr. Dieing und DRK Kreisgeschäftsführer Jörg Kuon einen Überblick über das Einsatzgeschehen. Friedhold Schneider, Kreisbrandrat des Landkreises Lindau war ebenfalls im Einsatz.

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