Gröhe: Ärzte sollten mehr mit anderen Gesundheitsberufen kooperieren

Hermann Gröhe, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hermann Gröhe, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Ärzteschaft aufgerufen, mehr mit andern Gesundheitsberufen zu kooperieren. Das sei auch ein Mittel, um dem drohenden Ärztemangel auf dem Land entgegenzuwirken, sagte Gröhe der F.A.Z. (Montagsausgabe). „Kooperation ist hier ein wichtiges Stichwort. Dazu gehört auch, den Ärzten dort, wo es für eine bessere Patientenversorgung Sinn macht, mehr Möglichkeiten einzuräumen, bestimmte Tätigkeiten an geschultes Fachkräfte aus anderen Gesundheitsberufen zu übertragen, etwa an ausgebildete Pflegekräfte“, sagte der Minister.

Vor dem am Dienstag beginnenden Deutschen Ärztetag wies er zudem eine Reihe von Forderungen der Ärzteschaft zurück. So stelle Gröhe klar, dass die von den Ärzte abgelehnte Frist für einen Behandlungstermin durch einen Facharzt binnen vier Wochen noch vor dem Sommer beschlossen werde. Die Forderung von Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery, die Versicherungssteuer für Haftpflichtprämien zu reduzieren, wies er zurück. Den Wunsch der Ärzteschaft, die Weiterbildung von Allgemeinärzten in den Praxen aus Steuer- oder Kassengelder zusätzlich zu unterstützen, kommentiert er mit dem Hinweis, das System der Finanzierung durch Kassen und Ärzteschaft habe sich bewährt: „Ich glaube nicht, dass es zur Lösung des Problems beiträgt, durch eine staatliche Stiftung oder einen Fonds neue Bürokratie aufzubauen.“

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