Greenwald glaubt nicht an Rückkehr Snowdens in die USA

Mediennutzer betrachtet das Ergebnis der Google-Bildersuche zu Edward Snowden, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mediennutzer betrachtet das Ergebnis der Google-Bildersuche zu Edward Snowden, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Glenn Greenwald, der durch die von ihm im britischen „Guardian“ enthüllte NSA-Affäre bekannt wurde, glaubt nicht, dass Gespräche zwischen Edward Snowdens Anwälten und der US-Regierung zur Ausreise des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters in die USA führen. Dies sagte der Journalist, der Snowden kürzlich in Moskau besuchte, in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Es gäbe bei den Gesprächen „keine großen Fortschritte“.

Er könne sich nicht vorstellen, dass die US-Regierung Snowden eine Rückkehr anbietet, „ohne, dass er für sehr lange Zeit ins Gefängnis muss“. Kein Verständnis hat Greenwald für die Position der Bundesregierung, die Snowden zwar vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur NSA-Affäre verhören, ihm aber kein politisches Asyl anbieten will. Er wisse nicht, weshalb Snowden „den Deutschen noch mehr Informationen geben sollte, solange sie nicht bereit sind, etwas für ihn zu tun“.

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