Greenpeace: EU kann Energieimporte bis 2030 um 40 Prozent senken

Stromzähler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Stromzähler, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die EU kann einem am Mittwoch veröffentlichten Greenpeace-Report zufolge ihre Energieimporte bis zum Jahr 2030 um bis zu 40 Prozent senken. Voraussetzung dafür sei der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz, teilte die Umweltschutzorganisation mit. Die EU könnte demnach eine echte Energiewende in Europa einleiten und ihren CO2-Ausstoß erheblich mindern.

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs ab Donnerstag über einen Weg aus der Energieabhängigkeit von russischem Öl und Gas beraten. Der Vorschlag der Europäischen Kommission zur künftigen Energieversorgung setze dabei allerdings weiter auf klimaschädliche fossile Brennstoffe, monieren die Umweltschützer. „Die Pläne der EU-Kommission sind völlig unzureichend“, sagte Sven Teske, Greenpeace-Energieexperte und einer der Studienautoren. „Europas Abhängigkeit von fossiler Energie und von riskanten sowie teuren Importen sind zwei Seiten derselben Medaille. Erneuerbare Energien nutzen dem Klimaschutz, schaffen Arbeitsplätze und sind das beste Rezept für Energieunabhängigkeit.“ Die Staats- und Regierungschefs der EU hätten es nun in der Hand, Europas Energieunabhängigkeit voranzutreiben, so der Experte weiter. „Wenn jeder begriffen hat, dass Effizienz für die Energiesicherheit und den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt, müssen jetzt ambitionierte Ziele folgen.“ Teske attackierte zudem die Energiekonzerne: Diese wollten Europa weiter von Öl und Gas abhängig halten. „Die EU muss sich vom Diktat der Oligarchen endlich befreien“, forderte der Greenpeace-Energieexperte.

Über dts Nachrichtenagentur

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