Gesetzliche Krankenkassen verdoppeln Defizit im zweiten Quartal

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Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen haben im zweiten Quartal ihr Defizit mehr als verdoppelt. Es ist nach Informationen der F.A.Z. auf 620 Millionen Euro gestiegen, nachdem der Fehlbetrag im ersten Quartal noch 270 Millionen Euro betragen hatte. Zwar konnten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und die Knappschaft ihre Überschüsse aus dem ersten Quartal auf fast 290 Millionen Euro ausbauen.

Doch zieht das Defizit der Ersatzkassen von 681 Millionen Euro die gesetzliche Versicherung (GKV) ins Minus. Auch die Betriebs- und Innungskrankenkassen gaben 230 Millionen Euro mehr für die Versorgung ihrer Versicherten aus, als ihnen der Gesundheitsfonds erstattete. Der Ersatzkassenverband erklärte, es sei wahrscheinlich, dass es in 2014 zu einer GKV-weiten, leichten Unterfinanzierung der Krankenkassen komme, weil die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht reichten. Allerdings verfügen die Krankenkassen über – wenn auch unterschiedlichen verteilte – Rücklagen und Reserven von 16 Milliarden Euro, mit denen sie die Fehlbeträge ausgleichen können.

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