Germanwings-Chef: Tag des Absturzes schlimmster Tag meines Lebens

Germanwings-Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Germanwings-Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Geschäftsführer von Germanwings, Thomas Winkelmann, empfindet den Tag des Unglücks von Maschine 4U9525 als schlimmsten Tag in seinem Leben. Das sagte er im Interview mit „Bild“ (Donnerstag). „Das ist der schlimmste Tag in der Geschichte des Unternehmens und es ist der schlimmste Tag in meinem Leben“, sagte Winkelmann.

Er selbst habe Crew-Mitglieder persönlich gekannt. „Wir haben so eine Situation seit 1974 nicht erlebt. Nein, darauf war niemand vorbereitet“, fügte Winkelmann mit Verweis auf das Lufthansa-Unglück in Nairobi mit 59 Toten an. Im Gespräch mit „Bild“ wies der Germanwings-Geschäftsführer zudem Berichte zurück, wonach Mitarbeiter aus Sorge um die technische Zuverlässigkeit der Maschinen den Dienst verweigert hätten. „Wir haben Crews, die sich aus emotionalen Gründen nicht in der Lage fühlen, zu fliegen, weil sie unter Schock stehen und in tiefer Trauer sind“, sagte Winkelmann. „Aber das hat nichts mit dem technischen Zustand irgendeines Lufthansa- oder Germanwings-Flugzeugs zu tun.“ Winkelmann äußerte überdies Zuversicht, dass die Unglücksursache bald gefunden werde. „Die weltweit besten Experten sind an der Unglücksstelle im Einsatz“, sagte er über die gemeinsamen Anstrengungen von Behörden, Lufthansa und Airbus. „Deshalb werden wir den Grund in der schnellstmöglichen Weise finden.“ Auf die Frage, ob er sein Amt auch nach der Aufarbeitung des Absturzes ausüben wolle, antwortete er mit „Ja“. Eine Reise zur Unglücksstelle plane er derzeit nicht. „Sie ist schwer zugänglich, dort ist schweres Gerät im Einsatz und alle Experten sagen uns, dass auch aus rechtlichen Gründen nur die Experten vor Ort sein sollten“, so Winkelmann.

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