George Bush Senior: Freiheit setzt sich immer durch

George H.W. Bush, über dts Nachrichtenagentur
Foto: George H.W. Bush, über dts Nachrichtenagentur

Washington – Der frühere US-Präsident George Bush Senior hat aus Anlass des Jahrestags des Falls der Berliner Mauer die Bedeutung von Freiheit und Menschenrechten betont: „Freiheit setzt sich immer durch“, schreibt Bush in einem Gastbeitrag für die „Bild-Zeitung“. „Und es gibt kein nicht vom Volk gewähltes Regierungssystem, dem es jemals gelingen könnte, die ureigene Sehnsucht der Menschen nach Freiheit auszulöschen.“ Ein Vierteljahrhundert lang habe die Auffassung vorgeherrscht, die Mauer sei „gefallen“.

„Wenn ich an die Ereignisse zurückdenke, die zum November des Jahres 1989 führten, wird mir klar, dass die Mauer nicht gefallen ist – sie wurde umgestoßen“, schreibt Bush weiter. „Sie wurde von Demonstranten mit Kerzen in den Händen in Städten wie Leipzig und Dresden umgestoßen, die nicht mehr hinnehmen wollten, dass sie ihrer gottgegebenen Freiheit beraubt waren. Sie wurde von Westdeutschen und von visionären Politikern wie meinem guten Freund Helmut Kohl umgestoßen, die standhaft blieben und dem Pfad der Demokratie und Freiheit verpflichtet sind. Die Mauer wurde auch von Deutschlands Verbündeten umgestoßen, die dem deutschen Volk bedingungslos zur Seite standen, damit es seinen Traum von der Einheit erfüllen konnte.“ Bush würdigt in seinem Beitrag auch die Verdienste des früheren russischen Präsidenten Michail Gorbatschow: „Ich möchte auch nicht versäumen, die besondere Rolle zu betonen, die Michail Gorbatschow gespielt hat. Er hatte die mutige Überzeugung, dass seine Perestroika-Reformen in den sowjetischen Satellitenstaaten auf ihre eigene Weise Fuß fassen und ihre Wirkung entfalten sollten.“

Über dts Nachrichtenagentur

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