Genpflanzen-Verbote: Regierungs-Institut widerspricht Schmidt

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um bundesweite Genpflanzen-Verbote sind die eigenen Wissenschaftler zu einem anderen Votum als Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) gekommen. „Diese Entscheidung sollte nach Auffassung des Thünen-Institutes auf Bundesebene getroffen werden“, zitiert die „Rheinische Post“ (Samstagsausgabe) aus dem Gutachten, das Schmidt lange zurückgehalten habe. Der Minister will dagegen die Entscheidung über einen Ausstieg („Opt out“) aus europaweit zugelassenem Genpflanzen-Anbau den Bundesländern übertragen.

Im Kern gehe es bei der Debatte über gentechnisch veränderte Organismen um die Frage der gesellschaftlichen Werte, stellt das Gutachten der Forscher des Agrarministeriums der Zeitung zufolge fest. „Der (wertebasierte) öffentliche Diskurs hierüber spielt sich auf nationaler Ebene ab, so dass auch die Entscheidung auf dieser Ebene getroffen werden sollte“, heißt es demnach weiter in dem Gutachten der Wissenschaftler.

Christian Schmidt, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Christian Schmidt, über dts Nachrichtenagentur