GDL bekommt für Streik keine finanzielle Unterstützung des Beamtenbunds

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Berlin – Die Lokführergewerkschaft GDL bekommt für die am Dienstag begonnenen Streiks erstmals keine finanzielle Unterstützung des Deutschen Beamtenbunds (DBB) mehr. Wie „Bild“ (Mittwoch) berichtet, hat die GDL keinen Antrag auf Auszahlung von Streikgeldern beim DBB gestellt. Grund sei, dass der DBB-Vorstand einen solchen Antrag dieses Mal abgelehnt hätte, hieß es in informierten Kreisen.

Der DBB hatte zuletzt mehrmals die Streiks der GDL kritisiert. Wie „Bild“ weiter schreibt, kostet ein Streiktag die GDL rund 150.000 bis 200.000 Euro. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat der seit September 2014 dauernde Arbeitskampf die Arbeitnehmervertreter mit einem hohen einstelligen Millionenbetrag belastet. DBB und GDL dürften bislang insgesamt rund acht Millionen Euro Streikgeld an die Lokführer gezahlt haben, schreibt „Bild“ unter Berufung auf Berechnungen des IW-Tarifexperten Hagen Lesch. Mehr als zwei Millionen Euro dürften davon auf die GDL entfallen.

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