Gauck beklagt weltweite Menschenrechtsverstöße

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Berlin – Bundespräsident Joachim Gauck hat die weltweiten Verstöße gegen Menschenrechte beklagt. „Täglich erreichen uns Meldungen über Menschenrechtsverstöße – jeder für sich wäre schon Grund zum Verzweifeln“, sagte Gauck am Freitag beim Empfang des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Schloss Bellevue. „Auf alte Konflikte türmen sich neue Krisen: In Zentralafrika, im Nahen Osten, in Ländern Asiens und Lateinamerikas, aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europäischen Union, in der Ukraine, geschieht Unrecht. Die Gewalttäter zerstören Menschenleben, und sie bedrohen den Glauben an die Menschlichkeit.“

Auch über das Schicksal vieler Flüchtlinge zeigte sich der Bundespräsident erschüttert. „Es widerspricht jeder Vorstellung von Menschenwürde, wenn Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Verfolgung, auf der Suche nach einem würdigen Leben, abermals ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden oder sogar ihr Leben verlieren.“ Gauck mahnte daher entschlossenes Vorgehen gegen Menschenrechtsverstöße an. Dabei gehe es auch um persönliche Verantwortung. „Systeme und Strukturen, die verhindern, dass fundamentale Rechte beachtet und durchgesetzt werden, sind menschengemacht. Dies zu ändern, verlangt persönlichen Einsatz.“

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