Fußball-EM: Frankreich und die Schweiz trennen sich torlos

Lille (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Fußball-EM in Frankreich haben sich der Gastgeber und die Schweiz in der Gruppe A torlos getrennt. Beide Mannschaften waren bislang im Turnier noch ungeschlagen. Die französische Elf begann die Partie auf fünf Positionen verändert gegenüber dem letzten Spiel, so kamen Sissoko, Griezmann, Gignac, Pogba und Cabaye ins Spiel.

Die Partie startete stark und beide drängten schnell nach vorn, bald übernahm der Gastgeber jedoch die Spielkontrolle. In der 13. Minute rettete der starke Schlussmann Sommer gegen einen harten Schuss von Pogba aus spitzem Winkel auf den langen Pfosten. Der vielkritisierte Pogba zeigte sich hochaktiv und kam in den ersten zwanzig Minuten zu vier Torchancen, unter anderem in der 17. Minute, als die Querlatte die Schweizer vor einem frühen Rückstand bewahrte. Nach einer halben Stunde kam die Nati besser mit dem Druck zurecht, neutralisierte das französische Aufbauspiel bereits im Mittelfeld und erspielte sich einen Ballbesitzanteil von 55 Prozent. Die Nati kam besser aus der Pause und drängte den Gastgeber zunächst zurück. Gignac testete Sommer mit einem Gewaltschuss aus 20 Metern in der 53. Minute. In der 57. Minute sandte die Equipe Tricolore dann ein Achtungszeichen: Griezman kam vor dem Strafraum an den Ball und zog ab, Sommer rettete zur Ecke. Eine Viertelstunde vor Schluss legte Sissoko nach einem sehenswerten Lauf über die rechte Seite auf den eingewechselten Payet quer, der den Ball volley aufs Tor zog und ihn an die Unterkante des Querbalkens schoss. Zum Ende hin verflachte die Partie und beide gaben sich augenscheinlich mit dem Unentschieden zufrieden. Durch die Punkteteilung und den gleichzeitigen Sieg Albaniens gegen Rumänien sichert sich Frankreich den Gruppensieg in der Gruppe A, die Schweiz folgt dahinter und beide haben sich für das Achtelfinale qualifiziert. Für die Eidgenossen war es die vierte Teilnahme an einer EM, bislang waren sie immer in der Vorrunde ausgeschieden. Albanien muss noch zittern.

Stephan Lichtsteiner (Schweizer Nationalmannschaft), Pressefoto Ulmer/Michael Kienzler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Stephan Lichtsteiner (Schweizer Nationalmannschaft), Pressefoto Ulmer/Michael Kienzler, über dts Nachrichtenagentur