Füssen – Hund führt Beamte zu toter Frau

Lkrs.Ostallgäu/Füssen + 17.11.2012 + 12-2711

edelweißEin streunender Hund führte am Sonntag, 18.11.2012, zur Auffindung einer toten Frau. – Am Freitag Nachmittag, 16.11.2012, war der Polizeiinspektion Füssen ein streunender Hund im Bereich Füssen/Ziegelwies mitgeteilt worden. Da weder bei der benachbarten Österreichischen Polizei noch bei der Polizei in Füssen ein vermisster Hund bekannt war, wurde am Samstag, 17.11.2012, mit dem Polizeihubschrauber nach dem Hund gesucht, der durch einen Diensthundeführer eingefangen werden sollte. Zwar konnte der Hund zunächst im Bereich unterhalb einer Felswand gesichtet werden, es war jedoch nicht möglich zu dem Tier zu gelangen. Im weiteren Verlauf gelang es einer Privatperson den Hund einzufangen und zur Füssener Polizeidienststelle zu bringen. Über einen Tierarzt konnte schließlich die Hundehalterin, eine Frau aus Füssen, ermittelt werden. Da diese nicht zuhause angetroffen werden konnte, wurden weitere Ermittlungen nach deren Verbleib eingeleitet.

In den Abendstunden stand, unter anderem aufgrund der Öffnung der Wohnung der Frau fest, dass diese zuletzt am 11.11.2012 gesehen worden war. Da aufgrund der Gesamtumstände ein Unglücksfall zu befürchten war, wurde am Sonntag der zwischenzeitlich in ein Tierheim gebrachte Hund in der Hoffnung wieder abgeholt, dass dieser die Einsatzkräfte zu der Frau führen könnte. Tatsächlich führte der Hund den Diensthundeführer, die sieben Beamten der Alpinen Einsatzgruppe und zwei Mitglieder der Bergwacht, die bei der Suchaktion beteiligt waren, in ein absturzgefährliches Gelände. Dort konnte auf einer Höhe von rund 940 m die 37-jährige Frau aus Füssen tot gefunden werden konnte. Der Auffindeort liegt in einem sehr unwegsamen Gelände. Die verstorbene Hundebesitzerin wurde mit Unterstützung des Polizeihubschraubers geborgen. Die Ermittlungen zur Absturzursache sowie zum Zeitpunkt des Absturzes dauern an. Der Hund wurde wieder in das Tierheim gebracht.

 

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