Füssen – Geisterfahrer auf der A 7 gestellt – 40 km falsch unterwegs

A7-Kempten/Füssen + 15.06.2013 + 13-1087           

stopp-falschEin 64-jähriger Pkw-Fahrer aus Baden-Württemberg sorgte am Samstagabend, 15.06.2013, für einen Einsatz der Polizei auf der BAB A 7. An der Anschlussstelle Leubas fuhr er in falscher Richtung auf die Autobahn auf und setzte seine Fahrt dann auf dem eigentlichen linken Fahrstreifen in Richtung Süden (Füssen) fort. Bei der Einsatzzentrale der Polizei gingen gegen 22.30 Uhr eine Vielzahl von Mitteilungen bezüglich des Falschfahrers ein. Mehrere Streifen von mehreren Dienststellen waren im Einsatz, um die Irrfahrt zu beenden. Ab der Anschlussstelle Oy-Mittelberg gelang es dann einem Steifenfahrzeug der Verkehrspolizei Kempten, sich neben den Falschfahrer zu platzieren. Die Beamten fuhren dabei auf der vorgeschriebenen Fahrbahn Richtung Füssen parallel zum Falschfahrer und versuchten, diesen zum Anhalten zu bewegen. Der 64-Jährige ignorierte aber sämtliche Anhalteversuche und konnte schließlich erst durch eine Blockierung der Fahrbahn mittels Einsatzfahrzeuge an der Anschlussstelle Füssen zum Stehen gebracht werden.

Der Pkw-Fahrer zeigte sich angesichts des Polizeiaufgebots überrascht und war sich bis zur Anhaltung keines Fehlverhaltens bewusst. Zudem fuhr er schon seit einigen Kilometern auf der blanken Felge des rechten Vorderrades. Die Lauffläche war nicht mehr vorhanden, einen Grund zum Anhalten sah er darin aber auch nicht. Fast 40 km legte der Falschfahrer durchgehend auf der Überholspur zurück. Es grenzt an ein Wunder, dass es zu keinem folgenschweren Frontalzusammenstoß kam.

Verkehrsteilnehmer, die durch den dunklen BMW mit HDH-Kennzeichen gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Kempten, unter Telefon 0831/9909-2050, in Verbindung zu setzen. Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet.

 

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