Füssen – 100-jähriger Franziskaner erliegt seinen schweren Verletzungen

Lkrs. Ostallgäu/Füssen + 06.01.2013 + 13-0037

Ein Todesopfer forderte der Brand der sich am Sonntagvormittag in einem Franziskanerkloster in Füssen ereignet hatte.

06-01-2013 fussen franziskanerkloster brand raedler new-facts-eu-1Um 6.27 Uhr wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Schwaben Süd/ West ein Brand im Kloster mitgeteilt. Durch die als erstes eintreffenden Beamten der Polizeiinspektion Füssen und Angehörigen der Feuerwehr Füssen konnten die zehn anwesenden Bewohner des Klosters gerettet werden. Diese, sowie ein Feuerwehrmann wurden bei dem Brand verletzt, ein Pater musste mit lebensgefährlichen Brandverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Am Montag Vormittag, 07.01.2013, verstarb der 100-Jährige an den bei dem Brand erlittenen Verletzungen. Vier Polizeibeamte wurden prophylaktisch in einem Krankenhaus ebenfalls bezüglich eventueller Verletzungen untersucht.


Der Gebäudeschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 100.000.- Euro. Ferner entstand noch erheblicher Inventarschaden an diversen kunsthistorischen Gegenständen. Da diese erst durch entsprechende Sachverständige begutachtet werden müssen, kann seitens der Polizei aktuell keine Angabe zur Gesamtschadenshöhe getroffen werden. Der 1. Stock des Wohnbereiches ist derzeit unter anderem auf Grund der Verrußung unbewohnbar.
Die Ermittlungen zur Brandursache wurden vom Kriminaldauerdienst der Kripo Memmingen aufgenommen und am Montag an die endsachbearbeitende Kripo Kempten übergeben. Aufgrund der Ermittlungen der Kriminalbeamten, die heute den Brandort besichtigten, kann eine vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden. Vielmehr erhärteten sich die Hinweise, dass der Brandausbruch im Zusammenhang mit einer Nachttischlampe steht. Diese wurde durch die Beamten sichergestellt und wird für weitere Untersuchungen an das Bayerische Landeskriminalamt gesandt.

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