Frankreich stemmt sich gegen neue Auflagen für Großbanken

Paris – Frankreich stemmt sich nach Informationen der F.A.Z. gegen einen Vorschlag des Finanzstabilitätsrats (FSB), mit dem verhindert werden soll, dass Großbanken in künftigen Finanzkrisen durch den Steuerzahler gerettet werden. Dabei geht es um neue Auflagen für 29 internationale Großbanken, die vom dem Regulierungsgremium FSB als global systemrelevant eingestuft werden. Sie sollen genügend Finanzreserven vorhalten, damit im Fall ihrer Auflösung Verluste abgedeckt werden können.

Der Finanzstabilitätsrat erarbeitet dazu im Auftrag der großen Industrie- und Schwellenländer (G-20) Vorschläge, die beim Gipfeltreffen der G-20 im australischen Brisbane im November beschlossen werden sollen. Der Streit mit Frankreich über diese sogenannte „gone-concern loss-absorbing capacity“ (GLAC) werde das Treffen des Finanzstabilitätsrats an diesem Mittwoch im australischen Cairns dominieren, heißt es in Teilnehmerkreisen. Frankreich mit seiner stark zentralisierten Bankwirtschaft fürchte um die Kreditfinanzierung seiner kleinen und mittleren Unternehmen, wenn den vier dominierenden Großbanken neue Auflagen gemacht würden. Geplant sind Verpflichtungen, mehr Eigenkapital oder Wertpapiere wie Wandelanleihen zu halten, die im Fall des Scheiterns der Bank zur Verlustdeckung herangezogen werden können.

Über dts Nachrichtenagentur

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