Fraktionsgeschäftsführer: SPD braucht „visionären Überschuss“

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, wünscht sich mehr „visionären Überschuss“ für seine Partei. „Das bedeutet, dass man mal eine Debatte über die Zukunft des Sozialstaates führt, ohne, dass sie sofort mit dem nächsten Antrag im Bundestag umgesetzt werden muss“, sagte der SPD-Politiker am Montag in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Das habe in den vergangenen Jahren gefehlt.

Es könne nicht dabei bleiben, dass die SPD „reines Tagesgeschäft“ mache, so Schneider. Das Wahlergebnis für Andrea Nahles beim Parteitag am Wochenende sieht Schneider als Schlusspunkt einer langen Debatte. Nahles habe nach der Niederlage bei der Bundestagswahl einen schweren Job gehabt. Die Nahles-Herausforderin Simone Lange sagte der Zeitung, sie sei nach der Wahl auf Nahles zugegangen und habe ihr gratuliert. „Vielleicht können wir uns in Zukunft mal länger unterhalten“, so Lange.

Carsten Schneider, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Carsten Schneider, über dts Nachrichtenagentur