Forschungsgruppe Wahlen: SPD verliert deutlich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD hat laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen deutlich in der Wählergunst nachgelassen. Wenn am nächsten Sonntag bereits wieder ein neuer Bundestag gewählt würde, kämen die Sozialdemokraten laut ZDF-„Politbarometer“ auf 20 Prozent. Das ist ein Minus von drei Prozent im Vergleich zum letzten „Politbarometer“.

CDU/CSU kämen auf 33 Prozent (+ eins). Die AfD erreichte zwölf Prozent (unverändert), die FDP acht Prozent (unverändert), die Linke zehn Prozent (+ eins) und die Grünen erhielten zwölf Prozent (unverändert). Die anderen Parteien lägen zusammen bei fünf Prozent (+ eins). Die Bewertungen der Sondierungsergebnisse fallen bei den Befragten durchwachsen aus. Insgesamt finden diese Ergebnisse 38 Prozent gut und 41 Prozent nicht gut. Nur die Anhänger der Union halten diese mehrheitlich für gut (57 Prozent zu 23 Prozent). Bei den SPD-Anhängern sind die Meinungen eher geteilt (41 Prozent zu 46 Prozent). Bei den Anhängern aller anderen Parteien werden sie mehrheitlich als „nicht gut“ bewertet. Nach Meinung der Befragten tragen die erzielten Ergebnisse stärker die Handschrift der CDU als die der SPD: So meinen 63 Prozent, dass die CDU ihre Forderungen dort eher durchgesetzt hat (19 Prozent sehen das nicht so), 50 Prozent sagen das von der CSU (eher nicht: 29 Prozent). Nur 24 Prozent glauben, dass die SPD ihre Forderungen eher durchgesetzt hat (eher nicht: 58 Prozent). Eine Neuauflage der Großen Koalition stößt eher auf Wohlwollen: 45 Prozent fänden diese gut, 17 Prozent wäre das egal und 36 Prozent fänden sie schlecht. Sollte es nicht zu einer Großen Koalition kommen, plädieren 54 Prozent aller Befragten für Neuwahlen, 43 Prozent sind dann für eine Minderheitsregierung der Union. Für den „Politbarometer“ wurden vom 16. bis 18. Januar 2018 insgesamt 1.332 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Die Auswahl der Befragten sei „repräsentativ“ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland, teilte das Institut mit.

Martin Schulz am 24.09.2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Martin Schulz am 24.09.2017, über dts Nachrichtenagentur