Forsa-Umfrage: AfD zwei Prozent schwächer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Zu Beginn des Jahres hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa einen Rückgang der Zustimmung für die AfD gemessen. Lediglich SPD und FDP können sich minimal (um je 1 Prozentpunkt) verbessern. Die Ergebnisse im Einzelnen: CDU/CSU: 34 Prozent (Bundestagswahl 32,9), SPD: 20 Prozent (20,5), FDP: 9 Prozent (10,7), Grüne: 12 Prozent (8,9), Linke: 9 Prozent (9,2), AfD: 10 Prozent (12,6).

6 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 22 Prozent und damit etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,8 Prozent). Wenn die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich 47 Prozent für Angela Merkel entscheiden – genauso viele wie Ende 2017. Martin Schulz verliert noch einmal einen Prozentpunkt und liegt mit nur noch 18 Prozent 29 Prozentpunkte hinter Merkel. Auch im eigenen Lager bröckelt der Rückhalt für den SPD-Chef: Nur noch 53 Prozent der SPD-Anhänger würden sich derzeit für ihn entscheiden. Schulz liegt auch bei den früheren Stammwählern der SPD, den Arbeitern, hinter Merkel – mit 24 gegenüber 38 Prozent. 35 Prozent der Bundesbürger würden sich zum Jahresanfang für keinen von beiden entscheiden. Das wichtigste Thema: Regierungsbildung Die Bemühungen um eine Regierungsbildung sind für die Deutschen mehr als drei Monate nach der Bundestagswahl auch zu Beginn des neuen Jahres immer noch das weitaus wichtigste Problem: 54 Prozent der Bundesbürger interessieren sich für die „GroKo“-Sondierungen. Daneben verblassen die übrigen aktuellen Themen: 16 Prozent interessieren sich für aktuellen Sport, 14 Prozent für den Konflikt mit Nordkorea, 13 Prozent für Donald Trump und 12 Prozent für das Thema Flüchtlinge. Die Umfrage wurde im Auftrag von RTL und n-tv für das sogenannte „Trendbarometer“ erstellt. Vom 2. bis 5. Januar wurden dafür je nach Frage zwischen 1.019 und 2.003 Personen befragt.

Journalisten bei der AfD, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Journalisten bei der AfD, über dts Nachrichtenagentur