Forsa-Chef: AfD-Einzug in sächsischen Landtag wäre keine Überraschung

Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Für Forsa-Chef Manfred Güllner wäre es keine Überraschung, wenn die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) am 31. August in den sächsischen Landtag und im September auch in die Landesparlamente von Thüringen und Brandenburg einziehen sollte. „Dort gibt es ein rechtsradikales Wählerpotenzial, das auch für die AfD empfänglich ist“, sagte Güllner dem Magazin „Stern“. Damit verdränge die AfD aber nicht die FDP, weil deren Anhänger den Rechtspopulisten kaum auf den Leim gingen.

„Wichtiger für die FDP sind die Wahlen 2015 in den alten liberalen Hochburgen Hamburg und Bremen.“ Dort müsse es die FDP allerdings schaffen, ihrer klassischen Klientel – Handwerkern, Kleinunternehmern und Freiberuflern – klarzumachen, dass sie gebraucht werde, so der Forsa-Chef weiter. „Da die Freien Demokraten nicht mehr die Bundespolitik als Bühne haben, sollten sie verstärkt die vielen lokalen Medien vor Ort nutzen“, erklärte Güllner. Das sei zwar mühsam, aber durchaus wirkungsvoll. „Ob die AfD nun in den einen oder anderen Landtag einzieht, ist völlig schnuppe für das Schicksal der FDP.“

Über dts Nachrichtenagentur

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