"Focus": Salafisten-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern behandelt

Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Ankara – Türkische Behörden unterstützen salafistische Terror-Kämpfer einem Medienbericht zufolge weit stärker als bisher bekannt. Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins „Focus“ versorgen die Gotteskrieger sich in der Türkei nicht nur mit Militärausrüstung, sondern werden in türkischen Krankenhäusern nach Verletzungen intensiv behandelt. Im städtischen Hospital in Kilis gebe es beispielsweise einen eigenen Trakt ausschließlich für Syrienkrieger.

30 bis 40 schwer verletzte Dschihadisten werden dort von türkischen Ärzten behandelt, schreibt das Magazin. Nach ihrem Krankenhausaufenthalt reisen sie demnach ungehindert zurück über die Grenze nach Syrien. Wie „Focus“ unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet, kurierten in der Türkei auch ein bekannter deutscher Salafist und der hochrangige Isis-Kommandeur Mazen Ebu Mohammed ihre Schussverletzungen aus. Deutsche Sicherheitsbehörden kritisieren zudem vehement die Zusammenarbeit mit ihren türkischen Kollegen. Im Juni wurde auf dem Flughafen Berlin Tegel ein französischer Syrienheimkehrer unter Terrorverdacht festgenommen. Er kam aus Istanbul. Trotz mehrmaliger Aufforderung der französischen Anti-Terror-Polizei ließen die türkischen Behörden den Isis-Kämpfer ungehindert ausreisen und informierten ihre westlichen Kollegen nicht über den Abflug.

Über dts Nachrichtenagentur

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