FDP: Elternunabhängiges BAföG fördert Chancengerechtigkeit

Studenten in einer Universität, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Studenten in einer Universität, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – FDP-Generalsekretärin Nicola Beer fordert elternunabhängige BAföG-Zahlungen, um mehr Chancengerechtigkeit unter Schülern und Studierenden zu schaffen. Vor allem Studenten aus der breiten Mittelschicht seien von staatlicher Förderung ausgeschlossen, ohne auf ausreichende finanzielle Unterstützung ihrer Eltern zählen zu können, schreibt Beer in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Studenten würden so zu Anhängseln einer elterlichen Bedarfsgemeinschaft, die Mittelschicht zur Risikogruppe.

Deshalb solle sich das BAföG in Zukunft aus einem festen, nicht rückzahlbaren Grundbetrag in Höhe von 300 Euro und einem zinsgünstigen Darlehen von maximal 500 Euro im Monat zusammensetzen. Beides unabhängig vom Einkommen der Eltern, im Gegenzug entfalle aber der Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Gleichzeitig will die FDP auch bürokratische Hürden abbauen: Das BAföG soll zukünftig nur noch bei einer Stelle beantragt und Zuverdienstgrenzen gestrichen werden. Die Finanzierungszusage solle für die Regelstudienzeit plus zwei weitere Semester erfolgen, am Ende des Studiums soll lediglich der erfolgreiche Abschluss nachgewiesen werden. „Das schafft Planungssicherheit und ist ein wichtiger Schritt, damit Deutschland im Wettbewerb um die klügsten Köpfe nicht das Nachsehen hat“, erklärt die FDP-Generalsekretärin.

Über dts Nachrichtenagentur

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