FDP-Chef Lindner warnt vor Zugeständnissen an Pegida-Bewegung

Neonazi bei Legida-Demo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Neonazi bei Legida-Demo, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat ausdrücklich vor Zugeständnissen an die Pegida-Bewegung gewarnt. „Man sollte der Bewegung nicht begegnen, in dem man beginnt über die Ressentiments zu verhandeln – auch wenn sie von 20.000 Demonstranten geschrien werden“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Wenn die Politik damit anfange zu diskutieren, wie viele Pauschalurteile über Muslime gerechtfertigt seien, „dann bekommen wir den Geist nicht mehr zurück in die Flasche“.

Lindner lehnt auch Gespräche mit den Machern von Pegida ab. „Sie sind nicht demokratisch legitimiert und sie tolerieren zumindest in ihren Reihen eine Stimmungsmache gegen Minderheiten, die bis an die Grenze der Hetze reicht“, sagte er. An den Themen zu arbeiten sei das Beste, was man der Bewegung entgegensetzen könne. Es existierten durchaus große Probleme bei der Integration. „Das reicht von der geringen Bildungsbeteiligung von Migranten bis hin zu Grillfesten von Salafisten auf den Bonner Rheinwiesen, die dort ungehindert Nachwuchs ködern können.“

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