FDP-Chef kritisiert fehlenden Erneuerungswillen der GroKo

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner hat sich kritisch zur neuen Großen Koalition geäußert. „Ich bin skeptisch anlässlich der Richtung, die jetzt eingeschlagen wird. Wie auch bei Jamaika war die CDU auch bei der Großen Koalition zu vielen inhaltlichen Opfern in der Sache bereit, und das führt unser Land weg von einem Erneuerungskurs und hin zu einem Weiter so“, sagte Lindner am Montag dem TV-Sender Phoenix.

„Gegenwärtig ist nichts gefährlicher als ein Weiter so, weil die Welt sich dramatisch ändert.“ Der Koalitionsvertrag bilde nicht die Themen der Gesellschaft ab. „Symbolhaft wird das daran deutlich, dass in Frankreich ein Digitalisierungsministerium eingerichtet wird, um diesen grundlegenden Wandel zu gestalten, und in Deutschland gibt es ein Heimatministerium“, so Lindner weiter. Die FDP wolle nun eine „smarte Opposition“ betreiben und keine politischen Feindschaften pflegen. „Uns geht es darum, dass man für gemeinsam als richtig erkannte Ziele über die Parteigrenzen hinweg intelligentere, innovativere, also smartere Lösungen findet“, so Lindner. „Beispiele wären die Energiewende und der Klimaschutz.“

Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur