FCM – Anderls Suche nach der Erfolgself zum Auftaktspielt gegen den TSV 1860 München

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Foto: Pöppel

Den Trainer des FC Memmingen, Stefan Anderl, plagen vor dem ausverkauften Regionalliga-Eröffnungsspiel gegen den TSV 1860 München Gewissenbisse. Just an seinem 52. Geburtstag muss er am Mittwochabend die ersten unliebsamen Entscheidungen dieser Saison bekanntgeben: „Ich muss sagen, welche fünf Jungs aus dem augenblicklichen 22-Mann-Kader am Donnerstag auf die Tribüne sitzen müssen. Das ist natürlich bitter, denn jeder will natürlich dabei sein“. Und über der genauen Startaufstellung grübelt er auch noch bis zuletzt. Alle sind heiß, haben sich im Training voll reingehängt, jeder will nicht nur gegen 1860 München ran. Der Kader ist breiter geworden, die Qual der Wahl für den Trainer damit auch größer – eigentlich ein Luxusproblem.

Die Entscheidung auf der Torhüterposition dürfte am leichtesten fallen. Martin Gruber war die Nummer eins und wird es wohl auch zum Saisonauftakt sein. In der Innenverteidigung führt kaum ein Weg an Sebastian Schmeiser vorbei. Neuer Nebenmann könnte Neuzugang Renè Schröder werden. Die Außenverteidiger des Vorjahres Fabian Lutz und Daniel Zweckbronner sind ebenfalls eine Bank. Schwerer wird die Auswahl dann schon für Mittelfeld und Angriff. An Filigrantechnik Muriz Salemovic gibt es nichts zu rütteln. Wer aber wird sein Sturmpartner? Kehrt Fabian Krogler auf seine Wunschposition zurück oder greift Anderl auf eine der anderen sechs Optionen, sprich Spieler zurück. Spannend wird auch die Besetzung des zweiten „Sechsers“ neben Branko Nikolic sowie der Außenbahnen.

Die letzten Trainingseindrücke und das Bauchgefühl werden ausschlaggebend sein. Jedenfalls soll es eine Elf sein, die 1860 München mehr als Paroli bieten kann. „Nach Niederlagen habe ich immer drei schlaflose Nächte, egal ob wir gegen Buchbach oder Sechzig verlieren“, schaden Pleiten Anderls Wohlbefinden. Das wird aus Memminger Sicht dem Coach sicher niemand zumuten wollen, weil er ja schon die Nächte davon so viel gegrübelt hat.