FC Memmingen verpflichtet Andreas Mayer als Führungsspieler

Foto: Andreas Schales (im Bild FCM-Neuzugang Andreas "Bobo" Mayer mit dem sportlichen Leiter Jürgen Wassermann)

Foto: Andreas Schales (im Bild FCM-Neuzugang Andreas „Bobo“ Mayer mit dem sportlichen Leiter Jürgen Wassermann)

„Ich komme mit 33 Jahren nicht hierher, um mich auszuruhen, sondern um Erfolg zu haben“. Die Ansage von Andreas „Bobo“ Mayer ist deutlich. Der erfahrene Offensivmann hat beim Fußball-Regionalligisten FC Memmingen am Montagabend für zwei Jahre unterschrieben und soll einer der künftigen Eckpfeiler und Führungsspieler werden.

In den vergangenen vier Jahren spielte Mayer für den KSV Hessen Kassel (Regionalliga Südwest und Süd“, war dort zwischenzeitlich Kapitän und erzielte in 121 Spielen 38 Tore. Eine noch bessere Quote hatte er in der Spielzeit 2006/2007 als er mit dem SSV Ulm 1846 mit 26 Treffern Torschützenkönig in der Oberliga Baden-Württemberg wurde. Weitere Stationen waren unter anderem der VfR Aalen mit dem er den Sprung in die damals neugegründete 3. Liga schaffte (2008) und die TSG 1899 Hoffenheim mit der er den Zweitliga-Aufstieg 2007 feierte.

Der Wechsel zurück in heimatliche Gefilde ist familiär bedingt, den Kontakt mit Memmingen hat ein Bekannter eingefädelt. Nach ein paar Gesprächen sei ihm klar gewesen, „dass hier das Gesamtpaket passt“, auch das Umfeld gefällt ihm und die Möglichkeit in eine berufliche Zukunft einzusteigen. Für den FCM-Vorsitzenden Armin Buchmann ist die Neuverpflichtung einer der Bausteine für eine erfolgreichere Zukunft: „Wir wollen nicht in den grauen Alltag verfallen. Unsere Heimspiele sollen wieder Feste werden, auf die sich jeder freuen kann“. Mayer soll dazu beitragen, dass die Fans wieder gerne in die Arena kommen. Dass er einer ist, der die jungen Mitspieler fördern und fordern kann, davon ist Buchmann überzeugt. Wie auch der sportliche Leiter Jürgen Wassermann: „Mayer ist auf jeden Fall ein Typ“. Die Verstärkung selbst kann mit den Vorschuss-Lorbeeren umgehen: „Ich habe immer Druck gehabt und mache mich da nicht verrückt“ und „einer muss ja vorne weg marschieren“. Am liebsten tut er das auf der Sechser-Position oder auch im Sturm. Außer Innenverteidiger hat er im Feld bereits alles gespielt. In seinen bisherigen Stationen avancierte Mayer schnell zum Publikumsliebling, was für seinen Einsatz auf dem Platz spricht.

Nach dieser wichtigen Personalie will der FC Memmingen in den nächsten Tagen noch weitere Verpflichtungen bekanntgeben, „die den Verein weiterbringen sollen“. Buchmann und Wassermann erklärten weiter, dass mit Sponsorenhilfe möglicherweise auch noch Spielraum für ein, zwei weitere Kräfte von der Qualität eines Andreas Mayer drin sei. Druck machen sich die Verantwortlichen aber keinen. Neue Leute müssen zum FCM passen. Das Transferfenster ist bis Ende August offen.

 

Zur Person – Andreas Mayer

Geboren am 15. Dezember 1980 in Nördlingen, verheiratet

Position: Offensives Mittelfeld, Angriff

Stationen u.a.: KSV Hessen Kassel, VfR Aalen, Kickers Emden, TSG Hoffenheim, SSV Ulm 1846.

Sportliche Erfolge: Qualifikation mit VfR Aalen für 3. Liga (2008), Aufstieg mit der TSG Hoffenheim in die 2. Bundesliga (2007), Torschützenkönig der Oberliga Baden-Württemberg (2006).

Anzeige