Familienverband: Schwesigs Politik ist einseitig

Manuela Schwesig, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler / photothek.net,  Text: über dts Nachrichtenagentur
Foto: Manuela Schwesig, Deutscher Bundestag / Thomas Koehler / photothek.net, Text: über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Deutsche Familienverband kritisiert die Politik von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) als einseitig. Geschäftsführer Siegfried Stresing sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“, Schwesig übe „starken Druck aus, dass Kleinkinder in Kindertagesstätten betreut werden“. Dabei sei die Qualität der Einrichtungen keineswegs überall gut.

„Ein Gesetz, das Standards vorschreiben würde, hat sie auf 2017 vertagt – ein Skandal“, so Stresing. Um davon abzulenken, habe Schwesigs Ministerium eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zum Betreuungsgeld lanciert. Obwohl die DJI-Erhebung fehlerhafte Zahlen enthielt, entfachte die Veröffentlichung eine Debatte. Stresing zu „Focus“: „Plötzlich ging es mal wieder um das verhasste Betreuungsgeld, um Bildungsferne und Migranten. Die Ablenkung vom wahren Thema gelang.“

Über dts Nachrichtenagentur

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