Fahimi nennt Pegida-Organisatoren "geistige Brandstifter"

Yasmin Fahimi, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Yasmin Fahimi, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die SPD wirft den Veranstaltern der Pegida-Aufmärsche vor, den Boden für fremdenfeindliche Gewalt zu bereiten. „Die Pegida-Organisatoren betätigen sich als geistige Brandstifter“, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi der „Welt am Sonntag“. „Durch eine solche Atmosphäre fühlen sich manche Wahnsinnige zu Anschlägen auf Flüchtlingsheime ermuntert wie zuletzt in Franken.“

Vor einer vermeintlichen Islamisierung des Abendlandes zu warnen, sei purer Populismus. Der AfD hielt Fahimi vor, sie wolle sich an die Spitze von Pegida stellen, um daraus politisch Kapital zu schlagen. „Der Fremdenhass und die Angst vor jeder Veränderung eint beide Gruppen“, sagte sie. „Die AfD offenbart damit immer mehr ihr wahres Gesicht.“ Pegida sei eine „Schande für Deutschland“, bekräftigte die Generalsekretärin. Jedoch sei Deutschland „nicht Pegida“, sondern weltoffen und tolerant. „Ich freue mich deshalb über die vielen Gegen-Demonstrationen und über das hohe Maß an Zivilcourage, Solidarität und Zuwendung. Ich freue mich über private Flüchtlingsinitiativen, über das Engagement von Kirchen, Gewerkschaften, der Arbeiterwohlfahrt vielen anderen. Das ist Deutschland.“

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