Experten sehen wachsende Bedeutung von Carsharing in Ballungsräumen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Viele Experten sehen eine wachsende Bedeutung von Carsharing in Ballungsräumen. Jeder zweite Automobilexperte (47 Prozent) geht einer Befragung von 100 Geschäftsführern und Vorständen von Fahrzeugherstellern und Zulieferern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zufolge davon aus, dass in zehn Jahren die Mehrheit der Autofahrer in Ballungsräumen kein eigenes Fahrzeug mehr besitzt, sondern Carsharing nutzt. 56 Prozent gehen davon aus, dass sich Carsharing in zehn Jahren als zentraler Bestandteil der Mobilität in Großstädten etabliert haben wird.

Jeder Achte denkt sogar, dass die Mehrheit der Autofahrer in zehn Jahren generell – also unabhängig vom Wohnort – kein eigenes Auto mehr besitzen, sondern Carsharing nutzen wird. „Angebote wie DriveNow, Flinkster oder Car2Go ermöglichen es, sich auch ohne eigenes Auto individuell und komfortabel fortzubewegen. Das schätzen schon heute hunderttausende Privatnutzer sowie Unternehmen“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Der Trend zum Carsharing wird sich fortsetzen. Durch die zunehmende Zahl von Anbietern und Fahrzeugen wird Carsharing noch attraktiver.“ Aber nicht nur die Nutzer profitieren vom Trend zum Teilen, auch die Automobilbranche kann den digitalen Wandel gewinnbringend nutzen. Neun von zehn Befragten (91 Prozent) gehen davon aus, dass Carsharing den Betreibern in zehn Jahren völlig neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Dazu zählen beispielsweise IT-gestützte Angebote, die Einkaufstipps auf der Route geben, bei der Parkplatzsuche helfen oder das intermodale Reisen, also die nahtlose Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel, unterstützen. 29 Prozent der Unternehmen sind außerdem der Meinung, dass Automobilhersteller junge Zielgruppen in zehn Jahren nur durch Carsharing ansprechen können. Immerhin jeder Siebte (14 Prozent) erwartet, dass Carsharing in zehn Jahren für die Autohersteller das dominierende Vertriebsmodell für ihre Fahrzeuge sein wird.

DriveNow und Car2Go, über dts Nachrichtenagentur
Foto: DriveNow und Car2Go, über dts Nachrichtenagentur