Experte beklagt hohes Defizit für junge Bundesbürger in Rentenkasse

Senioren und Jugendliche, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Senioren und Jugendliche, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Junge Bundesbürger zahlen in die Rentenversicherung deutlich mehr Beiträge ein, als sie später an Bezügen erhalten: Das berichtet die „Bild-Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Berechnungen des Bochumer Wirtschaftsprofessors Martin Werding. Danach zahlen die heute Vier- bis 24-Jährigen während ihres Berufslebens rund 77.300 Euro mehr in die Rentenkasse ein, als sie im Ruhestand herausbekommen. Konkret sind es laut Werding bei einem heute Vierjährigen 76.580 Euro, bei einem 14-Jährigen 77.230 Euro und bei einem heute 24-Jährigen 76.490 Euro.

„Diese Differenz zwischen dem, was die junge Generation in die Rentenkasse einzahlt, und dem, was sie im Alter als Rente bekommt, ist in Deutschland viel zu groß. Diese Summe ist erschreckend“, sagte Werding der Zeitung. Die Bundesregierung müsse deshalb den Anstieg der Rentenbeiträge begrenzen.

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