Ex-Welttorhüter Pfaff kritisiert niederländischen Torwart Krul

Brüssel – Der frühere belgische Nationaltorhüter und Schlussmann von Bayern München, Jean-Marie Pfaff, hat den Niederländer Tim Krul scharf für sein Verhalten im Elfmeterschießen gegen Costa Rica kritisiert: „Es war klasse, ohne Frage, dass er zwei Bälle gehalten hat“, so Pfaff im Interview mit der „Welt“. „Doch sein Verhalten hat mich wütend gemacht. Es war skandalös“, rügte der ehemalige Welttorhüter.

„Es darf doch nicht sein, dass er zum Schützen geht, ihn blöd anmacht, mit Gesten provoziert, ihn beschimpft, am Trikot zupft. Das hat doch nichts mit sportlicher Fairness, mit Respekt vor dem Gegner zu tun“, so Pfaff. „Was sollen denn die Kinder denken, wenn sie so etwas sehen? Das ist wie Krieg, was der Torwart dort getan hat“, sagte der Belgier. Nach Meinung des 60 Jahre alten früheren Weltklasse-Torwarts habe der Schiedsrichter „eindeutig versagt“: „Er hätte Krul die Gelbe Karte zeigen und die Mätzchen ein für allemal verbieten müssen. Bei einer Wiederholung hätte er Rot kriegen müssen. Die Fifa muss handeln“, fordert der ehemalige Fußballprofi. „Gegen derartiges Verhalten muss sie konsequent durchgreifen.“ Tatsächlich droht Hollands Elfmeter-Held Krul eine Untersuchung durch die Disziplinar-Kommission des Fußball-Weltverbands, berichtet die „Welt“. Der frühere Welttorhüter lobte unterdessen den deutschen Schlussmann Manuel Neuer. Pfaff meint: Deutschland wird Weltmeister, „weil sie die kompletteste und am besten organisierte Mannschaft haben“. Und weil Neuer „den größten Unterschied“ mache.

Über dts Nachrichtenagentur

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