Ex-Nato-Generalsekretär will Bundeswehr-Beteiligung gegen Assad

Kopenhagen (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland sollte sich nach Ansicht des ehemaligen Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen an möglichen Vergeltungsaktionen gegen einen Giftgasangriff von Syriens Machthaber Baschar al-Assad beteiligen. Deutschland müsse die Entscheidung selber treffen, ob es sich an einer etwaigen Militäraktion gegen das syrische Regime beteiligen würde, „aber wenn Berlin seine Bereitschaft signalisiert, mit militärischen Maßnahmen zu reagieren, würde es sicher ein starkes Zeichen an Assad und die internationale Gemeinschaft insgesamt senden“, sagte Rasmussen der „Bild“ (Mittwochsausgabe). Die USA hätten unter Präsident Donald Trump eine klare „rote Linie“ festgelegt und deutlich gemacht, „dass ein chemischer Angriff eine Reaktion auslösen wird. Washington muss weiterhin Verstöße durchsetzen, insbesondere indem man Assads Fähigkeit, chemische Kriegsführung zu führen, ins Visier nimmt.“

Dieses Ziel könnten die USA zwar militärisch allein erreichen, „aber diplomatisch zeigt die Beteiligung mehrerer Mächte sowohl Assad als auch Putin unsere Einheit bei der Konfrontation mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen.“

Lars Lokke Rasmussen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lars Lokke Rasmussen, über dts Nachrichtenagentur