Ex-Gewerkschafter Wiesehügel fühlt sich von SPD im Stich gelassen

Berlin – Der frühere Vorsitzende der Gewerkschaft IG BAU, Klaus Wiesehügel hat sein Schweigen gebrochen. Er fühle sich von der SPD im Stich gelassen, sagte der 61-Jährige dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Als er 2013 im Bundestagswahlkampf auf Bitten von Peer Steinbrück als Arbeitsmarktexperte ins Kompetenzteam des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten eintrat, habe man ihm ein Ministeramt versprochen.

„Von der Parteispitze erhielt ich die eindeutige und feste Zusage, dass ich einen Platz im Kabinett bekommen würde“, sagte der 61-Jährige dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Davon sei nach der Wahl „schnell keine Rede mehr“ gewesen. Wiesehügel hatte kurz vor der Bundestagswahl sein Amt als Gewerkschaftsvorsitzender abgegeben und ist seitdem ohne Posten. Die Zeit, nachdem er bei der Ministervergabe leer ausging, beschrieb Wiesehügel in „Focus“: „Ich war sechs Monate schwer enttäuscht. Jetzt verstehe ich das: So funktioniert Politik.“

Über dts Nachrichtenagentur

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