Ex-Generalinspekteur warnt vor Afghanistan-Fokussierung im Verteidigungsministerium

Deutsches Bundeswehrcamp
Foto: Deutsches Bundeswehrcamp „Camp Marmal“ in Afghanistan, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, hat davor gewarnt, dass die Erfahrungen aus dem Afghanistan-Einsatz eine zu starke Rolle bei der Beratung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spielen könnten. „Die Gefahr ist, dass jemand, der eine gewisse Einsatzwirklichkeit erlebt hat, glaubt, aus dieser viermonatigen Erfahrung heraus alles auf strategischer Ebene prognostizieren, analysieren und entsprechend Empfehlungen geben zu können. Das könnte schlimmstenfalls zu Scheuklappen auch bei der Ministerin führen“, sagte Schneiderhan dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe).

Das Interview ist Teil einer Recherche von „Tagesspiegel“ und dem ARD-Magazin „Fakt“ über die sogenannte „Afghanistan-Connection“. „Fakt“ strahlt am Dienstagabend um 21:45 Uhr einen Beitrag dazu aus.

Über dts Nachrichtenagentur

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