Ex-Dire-Straits-Gitarrist Knopfler will alte Band nicht reformieren

Berlin – Dire-Straits-Gründer Mark Knopfler („Sultans Of Swing“, „Money For Nothing“) hat keine Lust, seine alte Erfolgsband noch einmal zu reformieren. „Wenn man sowas macht, dann ja eigentlich nur wegen des Geldes – das interessiert mich nicht“, sagte der Gitarrist und Sänger der „Welt am Sonntag“. „Seit dem Ende der Dire Straits bin ich wieder ich, nicht mehr Teil dieser gigantischen Maschinerie. Ich habe heute wieder eine vernünftige Kontrolle über mein Leben. Über alles.“

Der 65-jährige Brite war zuletzt 1992 auf Welt-Tournee mit den Dire Straits gewesen, hatte seitdem eine Solo-Karriere unternommen. Mit seinem neuen Album „Tracker“ geht er im Frühsommer auf Deutschland-Tournee. Bevor er Musiker wurde, hatte Knopfler als Lokal-Reporter für die „Yorkshire Evening Post“ gearbeitet. „Ich habe eine Menge Gerichtsreportagen geschrieben. Das war ein gutes Training für das Songwriting, mit dem ich erst später anfing“, sagte er der „Welt am Sonntag“, „Journalisten müssen das Leben kondensieren, Geschichten in wenigen Zeilen erzählen können. Einige Artikel sind später zu Songs geworden.“ Über Musik habe er nur selten geschrieben. Danach arbeitete er noch eine Zeit lang als Lehrer, weil er mit seiner Musik immer noch kein Geld verdienen konnte. „Ich hatte eine lange Mähne, trug einen blauen Samtanzug und knallrote Basketball-Boots. Ich hatte wirklich lange Haare damals, sie reichten bis über meine Schultern“, sagte Knopfler der „Welt am Sonntag“, „ich habe alle Schüler mit ihren Vornamen angesprochen. Und ich habe sichergestellt, dass alle ihre Prüfungen bestanden. In meiner Klasse hat es jeder geschafft.“

Über dts Nachrichtenagentur