EVP-Chef will afrikanische Länder zu Rücknahme von Asylbewerbern zwingen

Flüchtling auf dem Dach der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg am 01.07.2014, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtling auf dem Dach der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg am 01.07.2014, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel – Die EVP-Fraktion im EU-Parlament fordert nach einem Bericht von „Bild“ (Samstag) einen härteren Kurs in der Asylpolitik. Die EU-Kommission solle afrikanische Länder notfalls mit finanziellem Druck dazu bringen, Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber zu erleichtern, verlangte der Vorsitzende der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), gegenüber der Zeitung. Die EU müsse in Anbetracht des anhaltenden Zustroms von Flüchtlingen dafür sorgen, dass abgelehnte Asylbewerber schnell in ihre Heimatländer rückgeführt würden, sagte Weber: „Das scheitert aber EU-weit in tausenden Fällen, weil sich vor allem afrikanische Länder weigern, ihre Staatsbürger wieder aufzunehmen.“

Die EU dürfe das nicht weiter hinnehmen. Weber erklärte: „Die EU-Kommission muss bei diesen Ländern bei der Umsetzung von Rückführungsabkommen mit aller Härte Druck machen – notfalls auch mit der Einschränkung finanzieller Leistungen für diese Länder.“

Über dts Nachrichtenagentur