Eurogruppe sieht "bedeutsame Annäherungen" in Verhandlungen mit Athen

Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Einkaufsstraße in Athen mit Griechischem Parlament, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel – In den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern gibt es in mehreren Punkten offenbar „bedeutsame Annäherungen“. Zu diesem Urteil kamen die Finanzstaatssekretäre der Eurogruppe in einer Telefonkonferenz am Freitagabend, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) unter Berufung auf Teilnehmer berichtet. Allerdings könne noch nicht von einem Durchbruch gesprochen werden, hieß es weiter.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußerte laut F.A.S. die interne Einschätzung, „das Glas ist halb voll“. Wie die Zeitung weiter berichtet, hat Juncker in dieser Woche dreimal mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras telefoniert, zuletzt am Freitag. Der Grieche habe dabei zu erkennen gegeben, dass er nicht mehr auf seinem Wahlversprechen beharre, ein 13. Rentengehalt für Pensionen bis 700 Euro einzuführen. Auch habe er dem Grundsatz zugestimmt, dass die Rentenkasse nicht bezuschusst werden dürfe. Tsipras ist laut F.A.S. außerdem bereit, Privatisierungen im Umfang von 17 Milliarden Euro zuzulassen. Damit nähere er sich dem Ziel von 22 Milliarden Euro, das die Geldgeber mit der Vorgängerregierung vereinbart hatten. Athen will auch den Mehrwertsteuersatz vereinheitlichen. Es schlage 16 Prozent vor, die Geldgeber 18 Prozent. Für wenige Leistungen soll nach griechischem Willen ein reduzierter Satz von 6,5 Prozent gelten, die Geldgeber verlangen neun Prozent, wie die F.A.S. unter Bezug auf Verhandlungskreise berichtet.

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