EU will kleinen Banken beim Abwicklungsfonds entgegenkommen

Brüssel – Die EU will kleinen Banken beim geplanten Abwicklungsfonds für den Euroraum offenbar entgegenkommen. Einem Bericht der F.A.Z. zufolge sollen diese Banken geringere Summen zum Abwicklungsfonds beitragen als zunächst geplant. Mit diesem Vorschlag trage die EU-Kommission teilweise dem Widerstand der Bundesregierung Rechnung.

In einem internen Arbeitspapier schlage die Brüsseler Behörde für kleine Institute Ausnahmen von der sonst vorgesehenen Berechnungsmethode vor, schreibt die Zeitung. Banken mit einer Bilanzsumme (abzüglich Eigenkapital und gesicherten Kundeneinlagen) von weniger als 100 Millionen Euro sollen demnach im achtjährigen Einzahlungszeitraum von 2016 an nur 5.000 Euro jährlich beitragen, für Banken mit Verbindlichkeiten von weniger als 200 Millionen Euro sollen 10.000 Euro fällig werden, für jene mit Verbindlichkeiten von weniger als 300 Millionen Euro ist ein Beitrag von 15.000 Euro vorgesehen. Diese Ausnahmeregelung kommt den kleineren deutschen Sparkassen und Volksbanken zugute, die geltend gemacht hatten, dass sie wegen ihres Risikoprofils so gut wie sicher nie auf den Fonds zugreifen müssen, berichtet die F.A.Z.

Über dts Nachrichtenagentur

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