Ermittlungsbericht: MH17 von "mehreren Objekten" getroffen

Logo der Malaysian Airlines auf einem Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Logo der Malaysian Airlines auf einem Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

Amsterdam – Laut des Berichts der niederländischen Ermittler zum Abschuss von Flug MH17 über der Ost-Ukraine ist die Boeing von „mehreren Objekten“ getroffen worden. Hinweise auf einen technischen Defekt, einen Notfall oder einen Fehler der Piloten gebe es nicht, heißt es in dem Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Das Muster der Wrack-Teile am Boden deute darauf hin, dass die Maschine während des Flugs in mehrere Stücke zerbrochen sei.

Zwar sei es noch nicht möglich, die Trümmerteile detailliert zu studieren. Allerdings zeigten die zur Verfügung stehenden Bilder, dass die Wrack-Teile an „zahlreichen Stellen“ durchbohrt worden seien. Die Ermittler betonten, dass der am Dienstag veröffentlichte Bericht vorläufiger Natur und die Untersuchung noch voll im Gange sei. „Der MH17-Crash hat die Welt schockiert und viele Fragen aufgeworfen“, sagte Tjibbe Joustra, Vorsitzender des für den Bericht zuständigen niederländischen Safety Boards. „Die ersten Ergebnisse der Untersuchung weisen auf eine externe Ursache für den Absturz von MH17 hin.“ Die malaysische Boeing war Mitte Juli über den umkämpften Gebieten in der Ost-Ukraine abgeschossen worden, alle 298 Insassen kamen ums Leben, darunter viele Niederländer. Kiew und die Separatisten in der Ost-Ukraine wiesen sich gegenseitig die Verantwortung für den Abschuss des Passagierflugzeugs zu.

Über dts Nachrichtenagentur

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