Ermittler nehmen Wolfsburger Terror-Verdächtigen fest

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Wolfsburg – Beamte des Landeskriminalamt Niedersachsen haben am Donnerstag einen Wolfsburger Terror-Verdächtigen vorläufig festgenommen. Zudem seien die Wohnräume des Beschuldigten durchsucht worden, teilte der Generalbundesanwalt mit. Der Beschuldigte werde verdächtigt, sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) angeschlossen zu haben.

Der 26-Jährige sei offenbar Ende Mai 2014 über die Türkei nach Syrien gereist. Dabei soll er eine Kampfausbildung für den militanten Dschihad durchlaufen und anschließend bei einer militärischen Offensive Tote und Verletzte vom Schlachtfeld geborgen haben. Zudem soll er weitere Kämpfer für die Vereinigung geworben haben. Es lägen allerdings keine Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne oder -vorbereitungen des Beschuldigten vor. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Hannover gegen den Beschuldigten Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt. Laut eines Berichts der „Bild-Zeitung“ (Freitag) gehören rund 50 Männer zum Unterstützerkreis um den Islamisten, der im Herbst 2014 aus dem Irak nach Wolfsburg zurückgekehrt sei.

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