Ermittler: Ex-RAF-Terroristen verübten mindestens acht Überfälle

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Drei ehemalige RAF-Terroristen haben seit 2011 offenbar mindestens acht Raubüberfälle in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verübt. Das teilten das Landeskriminalamt Niedersachsen und die Staatsanwaltschaft Verden am Dienstag mit. Die bisherigen Ermittlungen hätten ergeben, dass die Beschuldigten der Geldtransporterüberfälle von Stuhr im Juni 2015 und Wolfsburg im Dezember 2015 auch Überfälle auf die Sammelkassen von Supermärkten begangen haben könnten.

Dabei sollen sie gezielt die Kassenbüros der Supermärkte angegangen haben. Bei diesen Kassenbüroüberfällen in Celle, Stade, Elmshorn, Osnabrück, Northeim und Hildesheim seien die Beschäftigten der Supermärkte oder Geldboten entweder beim Betreten oder beim Verlassen der Kassenräume mit Pistolen und teilweise mit Elektroschockern bedroht worden. Konkrete Hinweise auf die derzeitigen und vergangenen Aufenthaltsorte der Tatverdächtigen liegen nicht vor. Sie könnten sich in Deutschland oder in den angrenzenden Nachbarländern aufhalten, so die Ermittler. Konkret habe sich in einem Fall ein Hinweis auf die Niederlande ergeben, weil ein Mobiltelefon, mit dem Kontakt zu einem Autohändler aufgenommen worden sei, in den Niederlanden ausgeschaltet worden sei. Weitere Taten seien nicht auszuschließen, warnten die Ermittler.

Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur